Mitten in der Natur

Was wir hier im Donaudelta erleben durften ist schwer zu beschreiben. Natur in ihrer ursprünglichsten und vielfältigsten Form, die wir bisher gesehen haben. 

Noch deutlich vor Sonnenaufgang sind wir losgefahren, kein Mensch außer uns, in langsamer Fahrt über zum Teil spiegelglatten Wasserstraßen und offenen Wasserflächen. Vögel und vor allem Frösche wohin das Auge reicht. 

Bald wird klar, da werden die Speicherkarten nicht reichen.  

Macht nichts, die Eindrücke die wir hier sammeln werden auch so lange gespeichert bleiben. 

Gegen 08:00 gibt es dann an einer ruhigen Stelle das Frühstück gereicht. Wir gehen ja gerne gut Und ausgiebig Frühstücken, aber an dieser Stelle schmeckt ein Sandwich vom Vortag mindest genau so gut wie das beste Frühstücksbüffet. 

Gegen 11:00 sind wir mit leeren Akkus, vollen Speicherkarten und tollen Erlebnissen zurück. Frei nach dem Sprichwort: „Von elf bis drei hat der Fotograf frei“ legen wir eine Pause ein. Um 16:30 ging es mit der zweiten Ausfahrt weiter, die bis zum Sonnenuntergang knapp vor 21 Uhr gedauert hat. 

Die Wunder der Natur, anders kann man es nicht bezeichnen wenn man sich das hie alles ansieht. Kurz nach dem Start der Nachmittasausfahrt zeigte uns Marius eine Eintagsfliege. Er meinte, wartet noch ein wenig dann werden Millionen davon hier herumfliegen und genau so war es. Die Eintagsfliegen leben drei Jahre als Larfen unter Wasser um dann zu selben Stunde zu Abertausenden zu schlüpfen. Da endet dann ihr Leben nach wenigen Stunden (maximal 4 Tage). Sie schlüpfen nur um sich fortzupflanzen. Sie können nichts fressen, da ihre Mundwerkzeuge nicht ausgebildet sind. 

Wir könnten das genau beobachten wie sie an die Wasseroberfläche hochgekommen sind, dann ihren Larvenpanzer abgestoßen haben und zu Fliegen begannen. Die Wasseroberfläche war voll mit Eintagsfliegen, ein Festmal für die Vögel. 


Ein weiters tolles Schauspiel ist wenn Pelikane gemeinsam fischen. Die Gruppe bildet einen Kreis mit den Schnäbel wird im Wasser „herumgestochert”. Wird ein Fischreicher Bereich gefunden werden es plötzlich immer mehr Pelikane die sich an der Jagd beteiligen. Teilweise Fischen die Pelikane gemeinsam mit den Kormoranen, da sind dann unzählige Vögel gemeinsam auf der Jagd. 

Ich kann das hier alles nicht beschreiben was wir in unseren 4 Ausfahrten (~20 Stunden) alles erlebt haben, das würde viel zu umfangreich. 

Wir haben vom zweit größten flugfähigen Vogel (Pelikan) bis zur Beutelmeise die keine 10cm groß ist, vieles gesehen. Eine Seeadler hat sich in besten Licht präsentiert, selbst ein Kuckuck wollte von mir abgelichtet werden. Zwergdommel mitten im Schilf, eine Familie Bartmeisen bei Frühstück und Millionen von Fröschen. Das alles eingebettet in eine abwechslungsreiche Naturkulisse die wir in dieser Vielfalt und Nähe auch noch nicht erlebt haben. 

Wir könnten das in vollen Zügen genießen, obwohl ich nebenbei auch ein paar Fotos gemacht habe. 

Die Verpflegung in Casa Alexandru & Alexandra war vorzüglich. Drei mal gab es Fisch einmal Hühnchen. Der Fisch jedesmal anders zubereitet, ein Gedicht. Das Abschlussfrühstück war dann die Krönung. Keines meiner Stammhotels die ich auf Dienstreisen besuche kann da mithalten. Das einzige was mir da fehlte war frisches Gebäck, aber das ist Jammern auf höchsten Niveau.

Die Rückfahrt war für 09:30 angesetzt und als reine Transportfahrt geplant. Aber auch hier hatte das Es noch eine Überraschung gegeben. In einem Kanal haben ca. 50 Pelikane und geschätzte 200 Kormorane gemeinsam gefischt. Unbeschreiblich ...

Die Tour hat sich voll ausgezahlt. Wir waren nur zu Dritt am Boot, ein äußerst netter Franzose und wir beide. Die Guide‘s haben sich extrem bemüht uns alles zu zeigen und auch immer drauf geachtet, dass wir das beste Licht für die Motive haben. Jede Frage wurde beantwortet, jeder Wunsch erfüllt.