Lipsi (14.6 -22.6)

Nun tauchen wir in die nächste Stufe der Erholung ein!

Wir verlassen die Insel Leros, welche ca. 8.000 Einwohner beheimatet und fahren nach Lipsi weiter. Hier wohnen ca. 700 Menschen. Also Ruhe pur, da der Tourismus zu dieser Jahreszeit ja auch nicht so ausgeprägt ist. Im Hafen und in den diversen Buchten liegen einige Segelschiffe, sonst tut sich nicht viel hier.

Genau das Richtige für uns Erholungssuchenden.

15.6

Heute steht eine Schiffsrundfahrt rund um Lipsi am Programm. Mit einem kleinen Kutter geht es von 10:30 bis 19:00 zu diversen Badebuchten und kleinen Inseln.

In Marathi (37,3670 26,7260) haben wir den Ort gefunden wo wir es aushalten könnten.

Drei Tavernen, ein Haus mit 5 Zimmern welche zu vermieten sind, eine kleiner Hafen, ein Sandstrand mit reichlich Schatten und sonst nichts! Wenn die An- und Abreisemöglichkeit passt, werden wir uns nächste Woche dorthin zurückziehen.

 

Das Wasser hier ist überall sauber (anders als rund um Kos). Die Temperaturen bewegen sich zwischen 21° und 24° Grad je nach Strömung. Die Luft hat so rund um 27°, wobei es heute den ganzen Tag bewölkt war.

Extreme Beaching

16.6

Heute gab es "Extreme Beaching"

Bei den Inselerkundungen an den Tagen zuvor, haben wir einen entlegenen Sandstrand mit natürlichen Schatten entdeckt. Diesen haben wir heute aufgesucht und den ganzen Tag nicht mehr verlassen. Einen Tag nur Lesen, schwimmen, sonnen, an einem Platz der Menschenleer ist, einfach perfekt.

Das Wasser hat 23° nur der Wind stört ein wenig, ist aber noch erträglich.

Den Tag haben wir in einer der 7 Hafentavernen ausklingen lassen. Alles selbst gemacht, Gemüse aus dem eigenen Garten, Oma unterhält die Gäste, Mutter kocht und schupft den Laden, die Tochter serviert. So stellt man sich das vor und offensichtlich funktioniert das auch noch. Hier erfährt man dann auch noch das neueste von der Insel und der Politik.

17.6

Die Anzahl der Fotos ist indirekt proportional zum Erholungsfaktor!

Wenig Fotos = Viel Erholung ;))

Heute stand wieder ausgiebiges Faulenzen am Programm. Nur der Wind hat uns vom ersten Strand vertrieben, aber wir konnten eine windgeschützten Strand finden.

 

18.6

Der Wind macht es uns ein wenig schwierig ein nettes Plätzchen zu finden.

Entweder es ist nicht windgeschützt, oder es gibt keinen Schatten.

Außerdem macht uns die Polizei gerade ein wenig nervös!

Das Fahren ohne Führerschein selbst für Moped´s ist nicht gerne gesehen. Auch für das Fahren ohne Helm droht eine Strafe in der Höhe von 350€!!!

Alles soweit verständlich, soweit man es theoretisch betrachtet. Hier auf der Insel haben meiner Einschätzung nach kaum mehr als 30% einen Führerschein für die Gefährte die sie bewegen. Helm haben wir hier noch gar keinen gesehen. Ich bin auch der Ansicht, dass ein großer Teile der Fahrzeuge die hier unterwegs sind keine Versicherung haben.

Das spielt auf einer so kleinen Insel alles keine große Rolle, außer es kommt aus Athen eine Weisung, wie eben heute.

Alle sind zu kontrollieren und abzustrafen, denn die Staats- und Gemeindekassen sind leer!

Diese Erfahrung musste heute Zacharias machen. Er hatte einen dringenden Weg zu erledigen und ist selbst mit dem Moped gefahren (was er sonst in Ermangelung eines Führerscheins nicht tut). Prompt ist er in ein Planquadrat geraten. 10€ Strafe für das „vergessen des Führerscheins“. Das er gar keinen hat ist nicht ganz so genau und da man den Frieden auf der Insel wahren will, hat man sich über die Weisung der Helmpflicht großzügig hinweggesetzt. Vermutlich besitzen die Einheimischen hier auch gar keinen.

Griechenland pur! Von der Idylle hin bis zur Bürokratie alles vertreten.

19.6 / 20.6

Am Sonntag verlassen uns nach einem kurzen Aufenthalt am Stand Melina und Zacharias in Richtung Kos, die Arbeit ruft.

Wir lassen den Tag am „Gemeindestrand“ ausklingen, hier ist der Sand am angenehmsten und die Augenpflege durchzuführen.

Am Abend gönnen wir uns bei Tina einen Fisch. Der Chef fährt täglich persönlich auf Fischfang. Leisten kann man sich das aber nicht jeden Tag. Für 1kg Fisch werden 35€ in Rechnung gestellt. Der Preis ist hoch, dafür ist der Fisch auch sehr gut.

Am Montag geht’s dann wieder zum Strand Tourkomnima. Dieser Strand ist etwas entlegen und daher kaum bevölkert. Auf den ca. 100 Meter breiten Strand waren heute zur Spitzenzeit 9 Menschen, ab ca. 14:00 Uhr waren wir dann ganz alleine.

Als das Buch „Das geheimste Gewerbe der Welt, die Gelddrucker“ (Für Insider recht spannend) ausgelesen war, haben wir uns noch auf den Weg zum Monothendri gemacht. Ein einsamer Baum auf einem Landvorsprung.

21.6

Das Highlight hier in Lipsi ist die Ankunft der diversen Schiffe. Unser Zimmer direkt über den Hafen, ermöglicht es uns das Treiben zu beobachten. Vom kleinen Fischkutter über die Blue Star Fähre bis hin zum Frachtschiff haben wir alles im Blick.

Es ist immer wieder spannend wenn eine Fähre anleget und das kleine Örtchen plötzlich beginnt zu pulsieren um nach kurzem dann wieder in seine Verträumtheit zurückzukehren.

Beim Löschen des Frachters kann man dann auch gut nachvollziehen, warum Griechenland nicht zu den Wirtschaftsmächten der Welt gehört. Alles läuft ein wenig verträumt ab, Zeitdruck scheint man nicht zu kennen. Auch wenn man die Arbeitsbedingungen beobachtet, ISO zertifiziert kann das alles nicht sein, Mindeststandards gibt es mit Sicherheit, aber die sind bei uns vermutlich seit 100 Jahren nicht mehr ausreichend.

 

Der Wind hat uns heute bei der Standwahl wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht, es ist nicht gerade angenehm, wenn man ständig Sandgestrahlt wird, man erspart sich wohl das Peeling aber es stört trotzdem.

 

Morgen geht’s weiter nach Patmos, der heiligen Insel des Johannes. Dort hat er die Apokalypse erfahren und niedergeschrieben. Mal sehen was sich uns alles offenbart.