Columbia River Gorge

Der Columbia River und die Wasserfälle rund herum stehen heute am Programm. Je näher wir zur Westküste kommen desto schlechter wird das Wetter! Am Vorabend ist der Spaziergang durch das Naturschutzgebiet in Boardmann schon dem Regen zum Opfer gefallen. In der Früh ist es hier zwar nur leicht bewölkt aber, je mehr wir uns Richtung Westen bewegen des dunkler werden die Wolken.

Als wir in Dalles im Columbia Gorge Discovery Center ankommen regnet es schon ganz ordentlich. Das Discovery Center ist wieder sehr interessant, hier wird anschaulich erklärt wie der Columbia River nach der Eiszeit vor Millionen von Jahren entstanden ist. Es wird auch die Tierwelt aus der Vergangenheit gezeigt. Mammuts und Bären die unvorstellbar groß waren. Einige Skelettfunde sind ausgestellt, wo man den Größenunterschied zu den heutigen Tieren sehr gut nachvollziehen kann. Wir kommen auch genau zu einer Vorführung von Vögeln, die heute in diesem Gebiet leben, zurecht. Einen Red–tailed Hawk und eine Great Horned Owl werden gezeigt und genau erklärt. Beide Vögel sind sehr imposant, vor allem die Eule sieht man ja nicht so häufig.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichen wir den ersten Wasserfall, den Horsetail Fall. Hier gibt es auch die Möglichkeit eine kleine Wanderung zu einem weiter oben gelegenen Wasserfall und noch einigen Kleineren zu unternehmen. Die Möglichkeit nehmen wir gerne wahr und marschieren zwei Stunden durch den Wald. Kurz nach dem Horestail Fall, kommen wir zu dem bekanntesten Wasserfall der Gegend, dem Multnomah Fall. Er ist um einiges höher aber mir sind schon wieder viel zu viel Touristen da.

Anscheinend auch ein beliebter Platz um zu heiraten, gleich zwei Brautpaare sehen wir hier. Das wär’s doch Peter, verlegt eure Hochzeit hier her, ist sicher nett!

Der Weg führt uns entlang des historischen Highway 30 bis zum Vista House. Die Straße ist wohl im halbwegs guten Zustand, aber die Breite der alten Straßen ist nicht wirklich RV tauglich. Auf einer Brücke kommt es dann zum Showdown! Wir sind schon zu 2/3 über der Brücke, da fährt ein wagemutiger Ami auf die Brücke auf. Aber es ist nur Platz für einen! Wer schiebt zurück? Na ja wer uns Steirer kennt, kann sich die Frage leicht beantworten!

Nachdem wir nun schon im Umfeld von Portland sind, ist auch die CG Suche ein wenig schwierig. Der Erste, den wir ansteuern liegt wohl ruhig, abseits der Interstate, dafür ist er aber auch voll. Der nächste ist riesengroß (> 400 Stellplätze) hat auch einen Platz für uns, liegt aber wie es die Amis gerne haben direkt an der Straße. Tom, der CG Host (das Office ist schon geschlossen) unterweist uns bis ins letzte Detail, mittlerweile sollte man es uns ja schon ankennen, dass wir nicht das erste Mal am CG sind.

Kaum sind wir am Platz und haben alles angeschlossen und das RV ins Wasser gestellt regnet es zur Abwechslung wieder einmal.

Passt aber genau, denn wir müssen ohnehin kochen. Schnelle Camperküche. Kotelette mit Reis und Mischgemüse dazu Gurkensalat. Wie immer zaubert Iris binnen kurzer Zeit was Köstliches, ich darf inzwischen ein wenig relaxen. Für zwei ist in der Küche ohnehin kein Platz.