Die Natur fesselt mich, da bleibt wenig Zeit für den Reisebericht ....

Die Reise beginnt früh und überpünktlich um 04:30. Am Flughafen ist trotz der frühen Stunde und der COVID-19 Thematik trotzdem schon recht viel los.  

Auch der Abflug geht recht pünktlich los, dank der Zeitverschiebung sind wir dann schon vor 10:00 startklar um Portugal im Frühling zu erkunden. 

Die Temperaturen sind angenehm, 18° zeigt unser BMW X2 an. 


Damit wir nach den 4 Stunden langen Flug ein wenig Bewegung machen fahren wir nur wenige Kilometer vom Flughafen zu einer Salzgewinnungsanlage und vertreten uns dort die Füße auch mit der Hoffnung die Vogelwelt hier zu erkunden. Da die meisten Salzbecken leer sind, gibt es auch keine Vögel zu sehen. 

Das erste Ziel ist dann Lagos mit dem Ponta da Piedada, einer spektakulären Felsformation an der Algarve. Im Vergleich zu September sind nun deutlich weniger Touristen unterwegs, was uns gar nicht stört. 

Weiter geht es an das „Ende der Welt“ wie Sagres sich selbst nennt. Sagres ist der südwestlichste Punkt Europas und hier steht am Capo São Vicente der der stärkste Leuchtturm der Welt. Die Klippen sind hier 70m hoch und wenn die Winterstürme toben peitscht das Wasser bis zum Leichtturm hoch. Das wäre ja mein Wunsch gewesen zumindest ähnliche hohe Wellen zu erleben,  der Wind ist zwar kräftig, aber es gibt keine besonders starken Wellen. 


Zur kulinarischen Einstimmung gibt es hier einen Kaffe und Pastel de Nata, da muss mein 16/8 Programm leider pausieren, macht aber nix denn ich bin ohnehin schon -3 unter Ziel. 

Gestärkt geht es entlang der Costa Vicentina über einige nette Plätze bis nach Rogil, wo wir wieder einmal mitten im nirgendwo eine Unterkunft gebucht haben. 

Ein kleines Häuschen mit 4 Zimmer, kein Verkehr, keine Menschen nur das Rauschen des Meeres, genau so soll es sein. 

Victor von der Quinta Pero Vicente empfängt uns herzlich. auch hier bekommen wir sehr viel Informationen bei. Check In, das hat uns ja schon im September so beeindruckt, dass man sich in Portugal so viel Zeit nimmt um den Gästen alles im Detail zu erklären. 

Zum Abendessen geht es auf Empfehlung von Victor in Fischlokal um eine Meeresfrüchte Cataplana zu genießen. Eine gute Wahl, nur leider viel zu viel. 


9.3

Da wir an der Costa Vicentina nur 2 Tage sind, zieht es mich schon vor Sonnenausgang hinaus. Die Unterkunft liegt rund 1km hinter der Küste der Weg führt durch eine Pinienwälder die herrlich duften. Nach 20 Minuten bin ich genau zu Sonnenaufgang am Meer. Die Steilküste hier ist beeindruckend, die Ruhe, die Natur die blüht und duftet, das wilde Meer im Gegensatz dazu, genau das war es was uns zu dieser Reise bewogen hat und schon jetzt kann ich sagen, es hat sich ausgezahlt. 

Ich komme kaum weiter weil es so viel Motive gibt, Landschaft aber auch die vielen blühenden Sträucher und Blumen. Ich komme gar nicht dazu mein Macroobjektiv aufzuspannen, denn schon sind die 2 Stunden die ich bis zu Frühstück hatte um. 

Das Frühstück ist nicht ganz so feudal wie in der Casa dos Ventos, aber mehr als ausreichend und es ist alles da was schmeckt und Energie für den Tag gibt. 


Den Tag verbringen wir mit zwei Wanderungen entlang der Costa Vicentina. Der Wanderweg führt entlang der Klippen und durch Sanddühnen, auch hier blüht vieles. Die Ausblicke auf die Küstenlandschaft sind unglaublich beeindruckend. Die Sicht wird durch den starken Dunst etwas getrübt, der Wind ist teilweise recht stark. Menschen sind auch hier sehr wenige unterwegs. Man sieht einige Wohnmobile, entweder sind es Menschen die sich vom Arbeitsleben erholen also Pensionisten oder junge Menschen die sich auf das Arbeitsleben erst vorbereite


10.3


Heute begleitet mich Herta beim Morgenspaziergang durch die Dünen. Genau zu Sonnenaufgang erreichen wir das Meer. Der Dunst hängt nach wie vor über der Landschaft. Die sich permanent ändernden Lichtstimmungen sind aber trotzdem sehenswert. 

Die Pinien und die Gesamte Vegetation duften und viele blüht. Auf den Felsen hier haben die Störche schon ihre Nester bezogen. Ganz kann ich die Platzwahl der Störche ja nicht nachvollziehen. Hier geht immer der Wind und Nahrung finden sie im Meer ja auch keine. Andererseits findet man sie dann im Landesinneren mit in den Dörfern und Städten. Dabei würde es hier so viel Unberührte Landschaft geben wo ich mich als Storch lieber niederlassen würde.


Nach dem Frühstück brechen wir in Richtung Algarve auf. Der Weg führt uns auf den Fóia ein 902 m hoher Berg in Portugal westlich von Monchique. Der zur Serra de Monchique gehörende Berg ist die höchste Erhebung der Algarve und damit Südportugals. Von hier aus kann man bei guter Sicht, die wir leider nur eingeschränkt haben, sowohl die Algarve wie auch die Costa Vicentina überblicken. 

Die Serra de Monchique ist mit Orangen und Zitronenplantagen übersäht. Diese sind voller Früchte und blühen in Übermaßen. Gemeinsam mit den Eukalyptusbäumen ergibt sich da eine unbeschreibliche Duftmischung. 

In Monchique und in Silves legen wir eine Zwischenstopp ein, schlendern durch die Gassen und besichtigen die Burg. 

Am Abend erreichen wir Olhao, hier ist es mit 23° bereits sommerlich.  An der Uferpromenade herrscht  sehr beschauliches Treiben, einige Lokale sind noch geschlossen, die Saison hat offenbar noch nicht so richtig begonnen.