Der Abend in Comaccio und die Nacht waren von einer unangenehmen Schwühle geprägt.
Zeitig am Morgen fahren wir die 6km mit dem Rad noch ans Meer zum Hafen von Comaccio,
den Porto Garibaldi.
Nochmals ein italienisches Frühstück mit News aus dem Dorf. Zurück geht’s vorbei an den Fischerbooten, die gerade ihren Fang verarbeiten.
Nun geht’s wieder ein Stück weiter Richtung Norden.
Da wir es nicht eilig haben, fahren wir die Landstraße durchs Podelta bis kurz vor Vendeig. Auch hier treffen wir wie gestern, auf unzählige Mautsparer. Anstelle der Mautpflichtigen Autobahn fahren vor allem viele LKW hier durch 🙈.
Dann spielt uns das NAVI noch einen Streich und ermittelt als die schnellste Route nicht die Autobahn direkt über Udine, sondern irgendwie weiter westlich. Zuerst freut mich das, da die Autobahn im Guten Zustand ist, bald aber ist die zu Ende und es geht ca 50km über Landstraße und Dörfer.
Wir steuern den Keutschacher See an, um hier den Urlaub würdig ausklingen zu lassen.
Hier merken wir, dass die Straßen in Kärnten am Land auch nicht viel besser sind wie in Italien.
Kurz vor Ankunft am Ziel gibt es einen ordentlichen Rums im WoMo. Irgendwas muss da hinuntergefallen sein.
Das kommt schon mal vor, also beunruhigt mich das wenig.
Am Ziel angekommen, öffne ich die WC-Tür und oh Schreck, da ist einiges passiert.
Die Türe vom Hängekasten ist herausgefallen und hat die Armatur vom Waschbecken zerstört und einige Cuts an der Wand und am Boden hinterlassen.
Nun weiß ich, was ich am Nachmittag zu tun habe.
Etwas Werkzeug hab ich ja mit, mal schauen, ob ich erfolgreich bin.
Die Waschbecken-Armatur ist nach einigen Zerlegearbeiten relativ rasch repariert, ist schon spannend, wie das hier alles gelöst ist. Von außen sieht das alles ganz schick aus, hinter den Kulissen eher einfach.
Die Schrauben der Scharniere der Tür sind aber komplett ausgerissen. Ich versuche, diese einzukleben, ich fürchte, das hält so aber nicht lange .
Auf den Schreck hin gibt’s mal eine Jause, dann wird eine Runde im Dee geschwommen und dann ist die Welt wieder in Ordnung.
Meine Eltern kommen an diesen Platz seit 1958, ich selbst habe viele Sommerferien meiner Kindheit und Jugend hier verbracht. Auch mit unseren Kindern waren wir unzählige Male da. Es ist dann doch ein besonderer Platz hier, an dem man sich ab der ersten Sekunde wohl und angekommen fühlt.