Langsam bewegen wir uns ganz in den Süden Italiens, auf den Absatz.
Zwei Bergdörfer stehen am Programm.
Das unbestrittene Herzstück Montescaglioso’s ist die monumentale Benediktinerabtei Abbazia di San Michele Arcangelo.
Die Abtei ist leider nur mehr ein Museum und die Kirche wegen Renovierung geschlossen. Die Gassen der Altstadt sind eng, verwinkelt und bieten an den Rändern des Ortes spektakuläre, weite Ausblicke über die karge, fast steppenartige Hügellandschaft der Basilikata.
Das zweite Ziel ist Ginosa. Besonders faszinierend soll das verlassene Höhlenviertel Casale in den Felswänden sein, das stark an eine unberührte, raue Version der Sassi von Matera erinnert.
Hier stoßen wir mit dem WoMo aber an die Grenzen des machbaren. Wir finden weit und breit keinen Parkplatz. Der WoMo-Stellplatz sieht alles andere als Vertrauenswürdig aus. Er ist fast eine halbe Stunde von der Altstadt entfernt und mittlerweile hat es 30°.
Ginosa muss auf unseren Besuch verzichten.
Über schmale Strada Provinciale geht’s Richtung Meer.
Bei Taranto, einer Industriestadt (Stahl, Petrochemie, Hafen und Logistik), stoßen wir auf den Golf von Tarent.
Die Küste ist felsig, zwischendurch sind sandige Abschnitte.
Was uns besonders auffällt, alles drängt heute am Samstag und den ersten Ferientag ans Meer.
Beim Lidl machen wir noch einen Lebensmittelauffüllstopp.
Wir finden alles, sind nur mit der Selbstbedienungskasse ein wenig überfordert.
Eine andere Kasse hat hier gar nicht offen. Die Kasse lässt sich wohl auf Deutsch umstellen, aber wie wir zum Gebäck und zum Gemüse kommen, bleibt uns verborgen. Dank rascher Hilfe lösen wir auch diese Hürde.
Der Stellplatz, den wir ansteuern, ist nahezu voll, dicht an dicht stehen hier mit zwei Ausnahmen (ein Braunauer und wir) ausschließlich Italiener. Die Einweisung und das Anmelden funktioniert auch nur auf Italienisch, aber auch das schaffen wir.
Der sandige Abschnitt des Strands ist gut gefüllt. Wir finden noch ein passendes Plätzchen und lassen den Tag am Strand ausklingen.