Wir sind nun das zweite Mal hier in der Hochebene von Castelluccio und das zweite Mal total begeistert von dieser einzigartigen Landschaft. Die Linsenblüte ist leider noch nicht zu bewundern, dafür sind wir ca. 2 Wochen zu früh, auf den Feldern blüht es aber trotzdem. Vor allem das Gelb des Feldsenfs, der Mohns und die Kornblumen verleihen der Landschaft einen besonderen Reiz.
Das Bergdorf wurde 2016 bei zwei Erdbeben komplett zerstört, nur wenig wurde seitdem wiederaufgebaut.
Mit den Fahrrädern machen wir eine kleine Runde und kommen kaum weiter, da wir immer wieder anhalten um die Landschaft, die Felder, die Schafe und sonstiges zu bewundern.
Am Dorfplatz gibt es einige kleine Lokale und einige Straßenstände, die lokale Produkte anbieten. Vor allem natürlich Linsen, Kichererbsen, Käse und Wursts in verschiedenen Ausprägungen.
Wir genießen hier eine Zuppa della Nonna und Insalata Faro und eine Kaffe e Ricotta, der Ricotta-Kuchen durfte natürlich auch nicht fehlen.
Mit dem Standverkäufer haben wir uns dann ewig über Castelluccio und seine Produkte und die Zubereitung der Suppen unterhalten.
Er bietet vier verschiedene Mischungen an. Schon beim letzten Besuch hier habe ich mir eine Zuppa Fantasia mitgenommen. Diesmal dürfen drei andere Variationen mit nach Wien.
Am Nachmittag habe ich mich dann den Pferden und den Cowgirls hier fotografisch ein wenig gewidmet. Bei uns sieht man das ja praktisch gar nicht mehr, dass die Rinder und auch die Pferde von Cowgirls geleitet werden.
Die Landschaft wirkt auf uns total entschleunigend, jetzt am Abend kehrt hier die totale Ruhe ein, wenn alles gut geht gibts auch noch die Möglichkeit die Milchstraße zu bewundert.
00:10 der Wecker leutet zum bewundern der Milchstraße, der Nebel sagt:“Weiterschlafen“
05:45 zuerst machen sich die Pferde bemerkbar, dann die Esel und der Wiedehopf ist auch unüberhörbar
Also muss ich wohl bei frischen 12° raus, um zu sehen was man da am Morgen so fotografieren kann.
Der Nebel liegt immer noch hartnäckig über der Hochebene. Aber ganz zart sieht man, dass auf den Bergspitzen schon die Sonne scheint.
Ein Standortwechsel ist unausweichlich 😊.
Iris liegt noch gemütlich im Bett, vorsichtig geht’s rund 4km hinauf in‘s Dorf Castelluccio in der Hoffnung, dass wir da über den Nebel sind.
Rund 1 1/2 Stunden ändert sich der Nebel ständig.
Erst kurz vor 09:00 gibt der Nebel die Sicht auf die Linsenfelder wieder frei.
Zwischenzeitlich „genießen“ wir Kaffee und Kuchen zum Frühstück und beobachten das Treiben am Dorfplatz.
Castelluccio ist gerade eine Baustelle. 10 Jahre nach dem Verheerenden Erdbeben wir an einigen Stellen gerade gebaut.
Die Arbeiter, Wanderer und die Cowgirls von der Ranch kommen auf einen kurzen Kaffee.
Wir beobachten das bitte Treiben und setzen dann unsere Reise fort.